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Du hast die 10 km in den Beinen? Dein Atem ist ruhig, die Pace stabil? Dann ist es Zeit für die „Königsdisziplin der Herzen“: Der Halbmarathon. 21,0975 Kilometer sind eine magische Grenze. Es ist die Distanz, die dich vom Hobbyläufer zum echten Ausdauerathleten macht.
Aber Achtung: Ein Halbmarathon ist kein „doppelter 10er“. Er erfordert eine neue Strategie bei Ausdauer, mentaler Stärke und vor allem bei der Verpflegung. Mit diesem 12-Wochen-Plan begleiten wir dich von deiner 10K-Basis bis zum stolzen Finish – egal ob beim Frankfurter Halbmarathon im März oder einfach für dich selbst.
Warum der Halbmarathon die beste Distanz ist
Der Halbmarathon ist für viele der „Sweet Spot“ des Laufens. Warum?
- Machbarkeit: Mit 3–4 Trainingseinheiten pro Woche absolut in den Alltag integrierbar.
- Erlebnis: Du siehst bei einem Lauf viel mehr von der Stadt (oder dem Wald).
- Regeneration: Dein Körper erholt sich deutlich schneller als von einem vollen Marathon.
- Frankfurt-Spirit: Ob Mainufer oder Grüngürtel – Frankfurt bietet die perfekten flachen Strecken für dein HM-Debüt.
Die 4 wichtigsten Grundlagen
Bevor du mit dem Plan startest, solltest du drei Dinge verinnerlichen:
- Der Longrun ist die wichtigste Einheit der Woche. Er baut deine aerobe Ausdauer auf und macht dich belastbarer.
- Die meisten Läufe sollten locker bleiben. Ein Tempo, bei dem du dich noch unterhalten kannst, ist für die Grundlagenarbeit ideal.
- Verpflegung musst du im Training testen. Je nach Laufdauer können Gels und Getränke helfen, aber nichts sollte am Renntag zum ersten Mal ausprobiert werden.
- Pace-Disziplin: Wer zu schnell startet, „stirbt“ bei km 17. Wir trainieren deine Ziel-Pace (Zielschnitt ca. 6:20–6:30 min/km für ein Finish um 2:15h).

Dein 12-Wochen-Plan
Dieser Plan richtet sich an Läufer, die 10 km bereits stabil laufen können und sich in etwa im Bereich von 60 bis 70 Minuten bewegen. Er ist bewusst praxisnah aufgebaut und steigert die Belastung kontrolliert.
Woche | Di (Intervall / Tempo / Pace‑Check) | Do (Lockerer Lauf) | So (Der „heilige“ Longrun) | Fokus der Woche |
1 | 5 km inkl. 3×800 m (ca. 6:00 min/km) | 5 km (7:10) | 10 km (7:20) | Gewöhnung: Re‑Start des Trainings, lockere Intervalle, kontrolliertes Tempo. |
2 | 6 km inkl. 4×800 m (ca. 6:00) | 5 km (7:10) | 11 km (7:20) | Umfang steigern: Leichte Distanz‑ und Intervall‑Steigerung, weiterhin locker bleiben. |
3 | 6 km inkl. 3×1 km (ca. 5:55) | 6 km (7:10) | 12 km (7:20) | Kraftausdauer: Längere Blöcke im 10‑km‑Tempo, Longrun weiterhin entspannt. |
4 | 5 km locker (Regeneration) | 4 km (7:30) | 8 km (7:20) | Volumen reduzieren: Regenerationswoche, Distanz und Intensität deutlich runter. |
5 | 7 km inkl. 4×1 km (ca. 5:55) | 6 km (7:00) | 14 km (7:20) | 14‑km‑Marke: Erste längere Grundlageneinheit, Intervalle im 10‑km‑Tempo. |
6 | 8 km inkl. 2×2 km im HM‑Zieltempo (ca. 6:24) | 7 km (7:00) | 15 km (7:20) | Tempoblöcke: Längere Abschnitte im Halbmarathon‑Tempo (ca. 6:24), Longrun locker. |
7 | 8 km inkl. 5×1 km (ca. 5:50) | 7 km (7:00) | 17 km (7:25) | Fettstoffwechsel: Längster Longrun bislang, Tempo solide aber nicht zu schnell. |
8 | 6 km locker (Regeneration) | 5 km (7:30) | 10 km (7:20) | Regeneration: Belastung deutlich reduziert, Körper für die heiße Phase belastbarer machen. |
9 | 9 km inkl. 2×3 km im HM‑Tempo (ca. 6:24) | 8 km (7:00) | 19 km (7:25) | Der längste Lauf: Spezifische Tempoblöcke im HM‑Tempo, Maximal‑Longrun; nur für bereits belastbare Läufer:innen. |
10 | 8 km inkl. 6×1 km (ca. 5:50) | 7 km (7:00) | 15 km (7:15) | Dranbleiben: Kürzere, aber intensive Intervalle, Longrun leicht reduziert, aber noch belastend. |
11 | 7 km inkl. 3×1 km im Zieltempo (ca. 6:24) | 6 km (7:10) | 12 km (7:20) | Tempowechsel: 3 kurze Abschnitte im HM‑Zieltempo, Alternation mit lockerem Laufen, Volumen sinkt. |
12 | 5 km (davon 1–2 km im Zieltempo ≈ 6:24, sonst sehr locker) | – | 21,1 km RACE | Pace‑Check‑Woche: Kurzer Lauf, bei dem du 1–2 km im Zieltempo läufst, um das Renntempo zu spüren, ohne dich zu verausgaben. |
👉Dieser 12‑Wochen‑Plan führt dich sicher zum ersten Halbmarathon. Wenn du ihn ausdrucken oder mitnehmen möchtest, lade ihn einfach hier als PDF herunter:
Wochen 1 bis 4: Basis aufbauen
In dieser Phase geht es um Regelmäßigkeit und lockere Umfangssteigerung. Der Longrun wächst von etwa 10 km auf 13 bis 14 km. Dazu kommen ein bis zwei lockere Läufe und eine erste kurze Tempoeinheit pro Woche.
Wochen 5 bis 8: Belastung erhöhen
Jetzt wird der Trainingsreiz etwas spezifischer. Der Longrun steigt auf 15 bis 17 km, und du baust längere Tempoblöcke oder Intervalle ein. Ziel ist, dass sich ein zügiges Tempo kontrolliert anfühlt und nicht mehr wie ein Schock für den Körper.
Wochen 9 bis 11: Wettkampftempo festigen
In dieser Phase trainierst du mehr in Richtung Halbmarathon-Tempo. Der Longrun kann bis etwa 18 bis 19 km gehen, bleibt aber locker genug, damit du nicht überziehst.
Woche 12: Tapering
Jetzt wird reduziert, damit du erholt an der Startlinie stehst. Umfang runter, Beine frisch halten, ein paar kurze lockere Reize setzen und in den letzten Tagen nicht mehr „nachtrainieren“.
Pace-Tabelle für dein Ziel
Für einen Halbmarathon um 2:15 Stunden ist eine durchschnittliche Pace von etwa 6:24 min/km nötig. Die Trainingspaces sollten davon klar getrennt sein, damit die lockeren Läufe wirklich locker bleiben.
Trainingstyp | Empfohlene Pace | Gefühl |
Lockerer Dauerlauf | 7:00 bis 7:30 min/km | Sehr entspannt, Gespräch möglich |
HM-Zieltempo | 6:20 bis 6:30 min/km | Kontrolliert und konzentriert |
Intervalle | 5:45 bis 6:00 min/km | Deutlich fordernd, aber sauber laufbar |
Die genaue Pace hängt natürlich von deinem aktuellen Leistungsstand, Wetter und Streckenprofil ab. Wenn du unsicher bist, ist der lockere Dauerlauf immer wichtiger als ein zu hart gelaufener Tempoblock.

Frankfurt für Longruns
Frankfurt ist für Halbmarathon-Training sehr dankbar, weil viele Strecken flach und gut laufbar sind. Der Mainova Halbmarathon führt am Main und durch die Stadt, der Kurs ist 21,0975 km lang und weitgehend flach.
Für Longruns eignen sich vor allem:
- Die Mainufer-Routen mit langen, gleichmäßigen Abschnitten.
- Der Stadtwald für ruhigere Läufe mit etwas mehr Schatten.
- Flache Schleifen ohne viele Ampeln, damit du im Rhythmus bleiben kannst.
Ausrüstung, die wirklich hilft
Sobald deine Läufe länger werden, lohnt sich etwas mehr Ausrüstung. Nicht alles ist Pflicht, aber ein paar Dinge machen Training und Wettkampf deutlich angenehmer
Produkt | Warum sinnvoll | Empfehlungen |
Laufweste / Laufgürtel | Praktisch für längere Läufe ohne Getränkestation | ;; |
Energie-Gels | Hilfreich bei längeren Einheiten und im Wettkampf | ; |
Anti-Chafe-Stick | Schützt vor Reibung an Hautstellen | ; |
Wichtig ist nicht die Menge an Zubehör, sondern dass du im Training testest, was für dich funktioniert. Gerade bei Gels und Trinksystemen reagiert jeder Magen anders.

Ernährung und Verpflegung
Vor langen Läufen sind kohlenhydratreiche, gut verträgliche Mahlzeiten sinnvoll. Am besten eignen sich einfache Lebensmittel wie Haferflocken, Reis, Brot oder Pasta, ohne zu viel Fett oder Ballaststoffe direkt vor der Einheit.
Während eines Halbmarathons sind je nach Laufzeit meist 2 bis 4 Gels insgesamt üblich, oft beginnend nach etwa 30 bis 45 Minuten und dann in Abständen von 30 bis 40 Minuten. Wer schneller unterwegs ist, braucht oft weniger, wer länger läuft, profitiert eher von einer klaren Verpflegungsstrategie.
Nach dem Lauf helfen Flüssigkeit, Kohlenhydrate und etwas Protein* bei der Regeneration. Magnesium* kann man ergänzend nutzen, ist aber kein Muss.
Dein nächster Schritt
Wenn du 10 km sicher laufen kannst, ist der Halbmarathon ein realistisches Ziel. Entscheidend ist nicht, jeden Lauf hart zu machen, sondern die Belastung über 12 Wochen sinnvoll zu steigern.
- Prüfe zuerst deine aktuelle Basis.
- Starte den Plan nur, wenn du beschwerdefrei läufst.
- Downloade dir den Trainingsplan.
- Teste Verpflegung und Wettkampftempo schon im Training.
- Laufe nicht jede Einheit zu schnell.
Wer in Frankfurt trainiert, hat mit Mainufer, Stadtwald und flachen Strecken beste Bedingungen für den Einstieg. Und wer den ersten Halbmarathon ins Ziel bringt, hat sich diese Medaille wirklich verdient.




